Schulleiter geht in den Ruhestand
Hohe Fachkompetenz, flexible Unterrichtszeitmodelle und ein engagiertes Lehrerkollegium sind in dieser Zeit genauso zu einem Markenzeichen der Schule geworden, wie praxisnahe Unterrichtsprojekte, der breite Einsatz neuer Medien und ein umfassendes Gesundheitskonzept.
Am meisten ist der scheidende Schulleiter auf das vermutlich bundesweit einmalige Inklusionsprojekt des Joseph-DuMont-Berufskollegs stolz: „In Zusammenarbeit mit dem Gemeinnützigen Werkstätten Köln (GWK) haben wir mehr als zehn Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen.“
Diese Menschen mit Handicap bereiten in der Schulmensa das Mittagessen vor oder unterstützen die Lehrerinnen und Lehrer des Berufskollegs als Schulassistenten in administrativen Aufgaben. Sie verwalten Unterrichtsmaterialien und pflegen Sportgeräte, geben Kreide und Stifte aus oder stempeln Schülerausweise.
Lothar Scheffel mit OB Roters bei der Belobigung des Inklusionsprojektes
Sie sind auch für Ausleihe und Rücknahme der vielen Notebooks zuständig, die im JDBK im Rahmen des mediengestützten Lernens zum Einsatz kommen, indem sie die Einsatzbereitschaft der Geräte durch Laden der Akkus und tägliche Pflege sichern. So sind alle Geräte immer unmittelbar zum Unterrichtsbeginn einsatzbereit und seit 2009 ist kein Gerät mehr durch Diebstahl abhanden oder Beschädigung unbrauchbar geworden. "Wer die Realität an deutschen Schulen kennt, kann einschätzen, wie wertvoll allein diese Tätigkeit ist," betont Lothar Scheffel die Bedeutung der Schulassistenten.
Da die Fortführung des Projektes noch nicht endgültig finanziell abgesichert ist, bittet Lothar Scheffel ausdrücklich darum, an Stelle von persönlichen Abschiedsgeschenken zweckgebundene Spenden an den Förderverein der Schule zu überweisen. Mit diesem Geld will die Schule weiterhin ihren Beitrag zu einem vorbildlichen Modell von Inklusion leisten.
Der besondere Wert, den die Schule auf soziales Engagement legt, drückt sich auch darin aus, dass die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs in den vergangenen Jahren nahezu 30.000 Euro erliefen, die Schulprojekten in Indien zuflossen.
Aller guten Dinge sind drei: Unter Lothar Scheffel gewann das JDBK bisher dreimal den Preis "Gute gesunde Schule"
Neben der erfolgreichen Inklusionsarbeit und dem sozialen Engagement erhielt das JDBK unter der Leitung von Lothar Scheffel zahlreiche Ehrungen und Preise, die die erfolgreiche Arbeit des Berufskollegs unterstreichen. So wurden 2010 erneut zwei Absolventinnen der Berufsschule als Bundesbeste ihres Abschlussjahrganges geehrt. Außerdem erhielt das Joseph-DuMont-Berufskolleg den Arbeitsgeberpreis für Bildung 2007 der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und drei Mal in Folge – 2009, 2010 und 2011 - den Schulentwicklungspreis „Gute und gesunde Schule“ der Unfallkasse NRW.


