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Events sicher anders – eine Roadshow für Veranstaltungsazubis

Workshop im Freien: Michael Sabokat erläutert, was unter schwer entflammbarem Material zu verstehen ist.Workshop im Freien: Michael Sabokat erläutert, was unter schwer entflammbarem Material zu verstehen ist.

Am Dienstag, dem 8. November 2016, kamen der Rechtsanwalt Thomas Waedke, der Veranstalter Michael Sabokat und der Versicherer Christian Raith an das JDBK, um die Veranstaltungsazubis des 2. Lehrjahres und ihre Lehrerinnen und Lehrer fortzubilden.

Den Teppich ausrollen, Lampen aufhängen, Drängelgitter aufstellen, verkleiden und Notausgangsschilder aufhängen – 45 Lehrende und Lernende wurden im Rollenspiel zu Veranstaltern, Hallenbetreibern und Technikern. Sie sollten den Einlass einer Veranstaltung simulieren. Dazu wünschten die Veranstalter einen Eingang mit Kassenhäuschen, Drängelgitter und rotem Teppich; die Hallenbetreiber mussten überlegen, wo Notausgänge sind, wie evakuiert werden könnte und wie das alles zu kennzeichnen ist; die Gruppe des technischen Services schließlich musste diese Wünsche und Notwendigkeiten praktisch umsetzen; und zwar ohne Stolperfallen und sonstige Gefahrenquellen zu hinterlassen.

Wie im echten Leben mussten die Beteiligten miteinander reden, Zuständigkeiten klären, Experten befragen und schließlich praktisch anfassen und aufbauen. Trotz herbstlicher Kälte redeten und arbeiteten sich die Azubis mit den Lehrerinnen und Lehrer warm. Schließlich der Praxistest: Besucher stürmten das Kassenhäuschen, die Security checkte Taschen und die Ordner prüften die Eintrittsbändchen.

Hätte das Ordnungsamt die Veranstaltung genehmigt? Waren die Fluchtwege frei oder stand der Kassentisch davor? War das Gedrängele nur nervig für Besucher oder doch bedrohlich eng? Hatten die Technikerinnen und Techniker eigentlich ihre PSA, also ihre persönliche Schutzausrüstung an, wenigstens Sicherheitsschuhe? Die Beobachtergruppe und Profis gaben lehrreiches Feedback.

Nach der Pause erzählte Brandexperte Georg Spangardt von der Kölner Berufsfeuerwehr spannende Anekdoten über Ereignisse und Probleme aus 30 Jahren Berufserfahrung. Ein Beispiel: Das größte offene Foyer und Treppenhaus Deutschlands steht in der Köln-Arena. Wie verhindert die Feuerwehr in diesem riesigen Eingang eine Verrauchung bei Feuerausbruch?

In weiteren Workshops testeten am Nachmittag die Azubis mit ihren Lehrenden: Wie schnell ist ein Raum mit 30 Personen geleert? Wie unglaublich zermatscht sieht eine Banane aus, wenn ein Bauzaunfuß drauf fällt? Welche Spuren hinterlässt falsches Klebeband, mit dem Kabel und Teppich festgeklebt sind, auf Marmor und Holz? Kosten der Spurbeseitigung: 35.000,- €!

Voller Eindrücke, mit viel neuem Wissen und sehr zufrieden saßen schließlich alle beim Schlussfeedback: Die Schülerinnen und Schüler waren voll des Lobes für die insgesamt fünf Veranstalterinnen und Veranstalter und gaben eine qualifizierte Rückmeldung. Die Veranstaltenden wiederum waren voll des Lobes für die eifrigen Azubis und die engagierte Lehrerschaft.

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