Am 1. Mai bleiben die Büros leer, die Laptops zu und die Geschäfte geschlossen. Doch während viele von uns den freien Tag für einen Ausflug oder zum Entspannen nutzen, lohnt sich ein Blick auf das Fundament, auf dem unser Berufsalltag steht.
Unsere Schülerinnen und Schüler eines kaufmännischen Berufskollegs gestalten die Wirtschaft von morgen. Ob im Großhandel, einem Medienberuf oder in der Berufsfachschule – sie lernen, dass Arbeit mehr ist als nur der Austausch von Zeit gegen Geld.
Der 1. Mai erinnert uns daran, dass Rechte wie der Achtstundentag, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder die betriebliche Mitbestimmung keine Selbstverständlichkeiten sind. Sie wurden von Generationen vor uns hart erstritten.
Gerade in Zeiten des digitalen Wandels und der KI steht die Arbeitswelt vor massiven Umbrüchen. Der Tag der Arbeit ist daher auch ein Symbol für die notwendige Anpassung unserer sozialen Standards an eine moderne, flexible Welt.
Im Arbeitsalltag bedeutet das: Hinsehen und Mitgestalten. Ein fairer Ausgleich zwischen Interessen der Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden ist der Motor unseres sozialen Friedens und unseres wirtschaftlichen Erfolgs.
In diesem Sinne: Nutzt den Feiertag zur Erholung, aber nehmt das Bewusstsein für eure Rechte und die Bedeutung fairer Arbeitsbedingungen mit in die nächste Arbeits- und Schulwoche.
Dr. Jörg Maas für die Fachkonferenz Politik