BerufspraXisklassen zeigen zum zweiten Mal Unternehmergeist

In Kooperation mit dem weltweit tätigen "Netzwerk zur Schulung des Unternehmergeistes" führen die BerufspraXisklassen ihre Schülerinnen und Schüler an unternehmerisches Denken heran.Mehr als sechzig Schülerinnen und Schüler der BerufspraXisklassen präsentierten am 27. und 28. Januar ihre im Unterricht ausgearbeiteten Geschäftsideen. Von Online-Buchhandlungen über innovative Ortungs-Apps bis hin zu einem mobilen Reifenservice und neuen Sprachkurs- und Übersetzungskonzepten reichten die Ideen der Schülerinnen und Schüler. Die Jury hatte die Qual der Wahl, aus der Vielzahl der Präsentationen die jeweils besten Drei zu Siegern zu küren.

"Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Frühjahr wollten wir das Projekt unbedingt wiederholen," erläutert Jan Hülsmann, Bildungsgangleiter BerufspraXisklassen. "Da der Bildungsgang mittlerweile aber um zwei Klassen gewachsen ist, sahen wir uns vor einige Herausforderungen gestellt." Da sich niemand mehr als sechzig Präsentationen anschauen und bewerten kann, teilte das Bildungsgang-Team die Schülerinnen und Schüler in vier Gruppen ein, von denen jeweils zwei Gruppen an einem Tag parallel in zwei Räumen präsentierten. So gab es am Ende vier Gewinnerinnen und Gewinner.

Gewinner und Jury der Gruppe 1

Die Jurys bewerteten zum Einen die Kreativität der Geschäftideen sowie die Genauigkeit der Markanalyse. Wettbewerber und Zielgruppen mussten klar erfasst sein. Außerdem legten die Jurys Wert auf realistische wirtschafltiche Berechnungen und Kostenkalkulationen sowie auf eine engagierte und überzeugende persönliche Präsentation.

Jurorin Annette Engel von der IHK zu Köln betonte, wie wichtig die Teilnahme an einem solchen Projekt sei. Sie stellte heraus, dass die Schülerinnen und Schüler sich mit dem NFTE-Zertifikat bei Bewerbungen von Mitbewerben abheben könnten. Unternehmen würden großen Wert auf außerschulische Leistungen von Bewerberinnen und Bewerbern legen, so Engel.Gewinner und Jury der Gruppe 2

Deshalb stellten die Jurorinnen und Juroren am Ende der Veranstaltung auch heraus, dass alle präsentierenden Schülerinnen und Schüler sich als Gewinner fühlen dürften. Mit der Entwicklung und Präsentation ihrer Geschäftsidee haben sie einen wichtigen Schritt gemacht, wirtschafltiche Zusammenhänge zu erkennen und eine Idee überzeugend zu verkaufen. Die Jurys lobten insbesondere die Schülerinnen und Schüler, die aus Internationalen Förderklassen kommen und zum Teil erst seit zwei Jahren Deutsch lernen. Für sie sei die Auseinandersetzung mit den komplexen wirtschaftlichen Zusammenhängen zusätzlich mit der Herausforderung der Präsentation einer für sie neuen Sprache verbunden gewesen.

Gewinner und Jury Gruppe 3Der Bildungsgang und das Joseph-DuMont-Berufskolleg bedanken sich sehr herzlich bei folgenden Vertretern aus Unternehmen, Organisationen und Verbänden:
Ralf Eichholz von der Barmer Ersatzkasse Köln,
Annette Engel von der IHK Köln,
Kathrin Fervers, Inhaberin der Agentur "Die Botschafterin",
Ulrike Seyler von der Agentur für Arbeit Köln,
Gisbert Timpe und Karl-Heinz Weingarten vom Verein Ceno & Partner.
Mit Christel Held und Ludger te Wilde wirkten erstmalig auch zwei Kolleginnen und Kollegen vom Gewinner und Jury der Gruppe 4Joseph-DuMont-Berufskolleg mit, die über berufliche Vorerfahrungen in der Wirtschaft verfügten.

Über NFTE Deutschland
Der gemeinnützige Verein NFTE (sprich: nifti) = Network For Teaching Entrepreneurship (http://www.nfte.de) ist seit 2004 in der Entrepreneurship Education aktiv.
NFTE Kurse fördern Selbstvertrauen, Eigeninitiative und unternehmerisches Denken bei Jugendlichen zwischen 13 und 20 Jahren. Für Lehrkräfte bietet NFTE innovative, in Deutschland einzigartige Wirtschaftsfortbildungen in Entrepreneurship Erziehung an. Das praxisnahe komplette Curriculum können sie in ihren Schulen mit hervorragendem Unterrichtsmaterial sofort umsetzen. Damit werden Jugendliche besser motiviert und auf das Berufsleben vorbereitet. Unternehmer/innen und Unternehmen aus der Region, die die Arbeit von NFTE unterstützen, erhalten die Chance, ihren Betrieb in den Kursen vorzustellen und sich engagierte Azubis und künftige Fachkräfte selbst auszusuchen.

Über BerufspraXisklassen am Joseph-DuMont-Berufskolleg
Die BerufspraXisklassen am Joseph-DuMont-Berufskolleg (http://praxis.jdbk.de) begleiten Absolventinnen und Absolventen der Sekundarstufe I, die keine weiterführende Schule besuchen und noch keinen Ausbildungsplatz haben. Das Unterrichtsmodell der Klassen sieht vor, dass die Schülerinnen und Schüler der Klassen drei Tage in der Woche in einem Praktikum erste Berufserfahrungen sammeln. An zwei Schultagen wöchentich werden diese Erfahrungen mit Wissen über betriebliche Prozesse, kaufmännisches Rechnen und Business English angereichert. Ziel der BerufspraXisklassen ist es, die Jugendlichen dabei zu begleiten, spätestens am Ende der einjährigen Klassen eine Perspektive für ihren Berufseinstieg in Form eines Ausbildungsplatzes oder eines Platzes an einer weiterqualifizierenden Schule zu haben. Die Erfolgsquote der BerufspraXisklassen in der Vermittlung von Jugendlichen ohne Berufsausbildungsverhältnis lag in den letzten zehn Jahren bei 90 Prozent. Die BerufspraXisklassen unterrichten gemäß der Lehrpläne der Klassen für Schülerinnen und Schüler ohne Berufsausbildungsverhältnis (KSoB) nach Anlage A 6 der Allgemeinen Prüfungsordnung für Berufskollegs (APO BK).

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