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Beim Ausbilderarbeitskreis der FaMIs am 18. November präsentierten die angehenden Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste ihre Mittelstufenprojekte – und sorgten bereits vor Sitzungsbeginn für volle Gänge und neugierige Gespräche. Fast 40 Ausbilderinnen und Ausbilder nutzten die Stunde vor dem eigentlichen Arbeitskreis, um die Vielfalt und Professionalität der Arbeiten aus nächster Nähe zu erleben.

Im Mittelpunkt standen Projekte, die den Zugang zu Archiven und Bibliotheken spielerisch und zeitgemäß gestalten: Vom Plüschtier-Maskottchen „Kriechhild“, das als sympathisches Papierfischchen besonders junge Menschen für Archive begeistern soll, bis hin zu einer archivbasierten Schnitzeljagd „Kraut und Rüben“, die neuen Mitarbeitenden einen lebendigen Einstieg in Archiv und Stadtgeschichte bietet. Auch das Escape-Game „Entenscape Reality“ sowie das Pen-&-Paper-Abenteuer „Der Fluch von Neustadt“ zeigten eindrucksvoll, wie Gaming-Elemente historische Inhalte sowie die Welt der FaMIs erlebbar machen können.

Gleich mehrere Projekte stellten die Weiterentwicklung moderner Bibliotheksangebote in den Fokus: Der Leitfaden „Bibliothek als Dritter Ort“ unterstützt Einrichtungen auf ihrem Weg zu offenen Begegnungsräumen. Die Veranstaltungsidee „Zwischen Büchern und Bildschirmen“ wendet sich speziell an Senioren und hilft ihnen, sich in der digitalen Welt zurecht zu finden und deren Chancen und Risiken besser zu verstehen. Mit dem „InfoPoint Library“ entstand zudem ein niedrigschwelliger Zugang zu relevanten Informationen rund um die Stadtbibliothek per NFC oder QR-Code.

Auch die Förderung von Medienkompetenz und Nutzerbeteiligung nahm breiten Raum ein. Das Projekt „ReziBib“ führt Schritt für Schritt zur eigenen Rezension auf LovelyBooks, während „Seitenspiegel“ als analoges oder digitales Buchjournal den Austausch zwischen Bibliothek und Nutzenden stärkt.

Das Projekt „…im_Schatten“ hat das Ziel, vergessene Frauen und ihre Leistungen sichtbar zu machen. Mit Plakaten, Flyern und einer umfassenden Literaturliste lädt es Archive, Bibliotheken und andere Institutionen dazu ein, Biografien von Frauen neu zu beleuchten und diese ins Licht zu rücken.

Die präsentierten Arbeiten zeigen eindrucksvoll, wie kreativ, reflektiert und praxisnah der Abschlussjahrgang arbeitet – und wie viel Innovationskraft in unseren zukünftigen FaMIs steckt.

 

Text: Kerstin Borkowsky

Foto: Fabienne Hering